Zeittafel 1943

1943

Anfang 1943
Beginn einer provisorischen Fertigung von Gewehrteilen in den Metallwerken (Walther-Werken) und von Schlosser- und Tischlerarbeiten in den Deutschen Ausrüstungswerken. Fertigstellung des Schiffswegs zum Klinkerwerk (Stichkanal zur Dove Elbe).

1943

Nachdem aus Berlin mehrere Anweisungen gekommen sind, die Zahl der Toten zu verringern, verbessert sich die Ernährung etwas, vor allem für die wichtigen Arbeitskräfte (Fachkräfte). Außerdem werden drei neue Krankenreviere und ein Häftlingsbad (Duschen) gebaut.
 
1943 bis 1944
Errichtung der Metallwerke (Walther-Werke) und zweier großer, neuer Häftlingsunterkünfte.

Erlaubnis zu kulturellen und sportlichen Aktivitäten in der Freizeit; Einrichtung einer Musikkapelle, die vor allem beim Aus- und beim Einmarsch der Kommandos spielt.

1. Halbjahr 1943
Einlieferung von 7800 Gefangenen durch die Gestapo und aus anderen Konzentrationslagern.

März
Die 1. SS-Baubrigade wird dem Konzentrationslager Neuengamme unterstellt und auf die Insel Alderney im Ärmelkanal geschickt. Dort bleibt sie bis Juli 1944.

Mitte des Jahres
Etwa 9500 Häftlinge im KL Neuengamme, davon knapp 2700 in Außenlagern.

2. Halbjahr
Einlieferung von ca. 3500 Gefangenen durch die Gestapo und aus anderen Lagern.

Ende Juli
Großbombardierung Hamburgs. Aus Neuengamme wird zunächst eine SS-Einheit zur Bergung von Leichen nach Hamburg entsandt, dann eine Gruppe ausgewählter Funktionshäftlinge, bald danach ein Kommando aus mehreren hundert anderen Häftlingen. Sie werden zunächst täglich hin- und zurückgebracht. Am 7. August kommt ein Teil der 2. SS-Brigade aus Bremen hinzu. Wegen der langen Fahrzeiten werden die Häftlinge nun in Hamburg einquartiert.

Sommer
Transport der ersten Häftlinge nach Bremen-Farge zur Errichtung eines U-Boot-Bunkers (Gründung eines Außenlagers).

etwa August
Einstellung der systematischen Tötung mit Spritzen. In einzelnen Fällen gab es später noch derartige Tötungen.

Juli bis September
Mindestens 265 geschwächte Häftlinge in zwei Transporten nach Dachau.

September
Transport von 500 Häftlingen zur Accumulatoren-Fabrik nach Hannover-Stöcken (Gründung eines Außenlagers).

Herbst
Einführung von Arbeitsprämien.

Winter 1943-1944
Provisorische Fertigstellung des Eisenbahnanschlusses. Die Todesrate bleibt im Winter wegen der Verbesserung der Lebensverhältnisse unter 2 % (einschließlich Außenlager).

Ende 1943
Stand der Einweisungsnummern: ca. 25.700. 1943 Insgesamt etwa 4000 Tote verzeichnet (einschließlich Außenlager). Immer häufiger werden Menschen von auswärts nach Neuengamme gebracht und dort hingerichtet.

virtuelle Ausstellungen

Die Hauptausstellung „Zeitspuren“ sowie die übrigen Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme stehen auch in der Mediathek digital zur Verfügung.

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Kontakt

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