Weiterleben nach der Befreiung

Die Befreiung aus den Konzentrationslagern erfuhren die Überlebenden auf unterschiedliche Weise. Viele von ihnen litten an den Folgen der Haft und wurden in Krankenhäusern versorgt. Bevor die nach Deutschland Verschleppten in ihre Heimatländer zurückkehren konnten, wurden sie zunächst als „Displaced Persons“ in Lagern untergebracht. Nicht alle wünschten jedoch eine Rückkehr: Zahlreiche Überlebende wollten in die USA oder nach Palästina emigrieren, einige aber auch in Deutschland bleiben. Ehemalige politische Häftlinge bildeten in Deutschland und in ihren Heimatländern Lagergemeinschaften und Verfolgtenverbände und forderten Entschädigung.

Schwarz-weiß-Foto, das befreite Häftlinge zeigt, die bei der Ankunft in Dänemark voller Freude Kopf und Hände aus dem Fenster eines Busses stecken, um sie empfangenden Menschen die Hand zu geben.
Leben nach dem Überleben

Nach der Befreiung mussten die Häftlinge medizinisch versorgt werden. Viele Überlebende litten unter Langzeitfolgen der KZ-Haft. Viele ausländische Häftlinge verbrachten Wochen und Monate in Lagern für „Displaced Persons“. Viele Überlebende, vor allem jüdische Überlebende, emigrierten nach Palästina, Kanada oder in die USA.

Verfolgtenverbände

KZ-Überlebende organisierten sich sofort nach ihrer Befreiung – in Hamburg im „Komitee ehemaliger politischer Gefangener“, aus dem die Hamburger „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes“ (VVN) entstand. Sie forderten Entschädigung für die KZ-Haft, Strafverfolgung der Täter und Entnazifizierung. Sie dokumentierten die Verbrechen und führten Gedenkfeiern durch. 1958 gründeten die belgische, französische und deutsche Lagergemeinschaft die „Amicale Internationale de Neuengamme“ (AIN).

virtuelle Ausstellungen

Die Hauptausstellung „Zeitspuren“ sowie die übrigen Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme stehen auch in der Mediathek digital zur Verfügung.

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Kontakt

E-Mail: lernwerkstatt@gedenkstaetten.hamburg.de
Telefon: +49 40 428 131 551