Ausländische Häftlingsgruppen

Ab 1941 kam die große Mehrheit der Häftlinge im KZ Neuengamme aus vielen Ländern Europas. 1940/41 bildeten die polnischen, ab 1942/43 die sowjetischen Häftlinge die größte Gruppe. Insgesamt betrug der Anteil der ausländischen Häftlinge über 90 Prozent. Weit mehr als die Hälfte von ihnen kam aus Osteuropa, aber auch Franzosen, Niederländer, Belgier, Dänen stellten große Gruppen. Die ausländischen Häftlinge wurden größtenteils aus politischen Gründen eingewiesen: als aktive Widerstandskämpfer gegen die deutsche Besatzung; als nach Deutschland verschleppte Zwangsarbeiter, die strafweise ins KZ eingewiesen wurden; als Geiseln und Opfer so genannter Vergeltungsaktionen. 1941 kamen auch kriegsgefangene sowjetische Soldaten ins Lager. Erst im letzten Kriegsjahr kamen auch ausländische Juden in großer Zahl ins KZ Neuengamme und die Außenlager.

Im KZ Neuengamme und seinen Außenlagern waren Menschen aus mehr als 20 Nationen inhaftiert. Aus einigen Ländern kamen nur wenige Gefangene, z.B. aus Großbritannien, der Schweiz, Albanien oder Portugal. Auch Menschen aus außereuropäischen Ländern befanden sich unter den KZ-Gefangenen.

„Der Beginn der Deportation: Eine große Gruppe Männer, norwegische Häftlinge, geht 1942 im Osloer Hafen in Zivilkleidung, mit Hüten, Mützen und Wintermänteln, an Bord, in den Händen das Gepäck, Koffer und Taschen. Links überwacht ein Soldat mit Gewehr den geordneten Zug. Hochhäuser und Schiffe im Hintergrund verweisen auf die Stadt Oslo.“ - Maike Bruhns „Die Zeichnung überlebt...“, S. 287.
Vertiefendes Material zum Thema in der Lernwerkstatt Ausländische Häftlingsgruppen Terror und Verfolgung im Zweiten Weltkrieg
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