Ankunft und Alltag

Bei der Ankunft demonstrierte die SS mit Prügeln und Schikanen, was die neuen Häftlinge zu erwarten hatten. Oft mussten sie lange auf dem Appellplatz stillstehen. Ein SS-Führer hielt eine Begrüßungsansprache voller Strafdrohungen. Dann wurden die Häftlinge zur Effektenkammer getrieben, um Kleidung und sonstige Habe abzugeben. Es folgte das Duschen, die Desinfektion und das besonders demütigende Scheren der Kopf- und Schamhaare. Anschließend erhielten die Häftlinge KZ-Kleidung und eine Nummer, die daran angenäht werden musste, sowie eine Blechmarke mit der Nummer, die mit einer Schnur um den Hals zu tragen war. Statt mit Namen wurden sie nun nur noch mit der Nummer aufgerufen. An einem der ersten Tage wurden sie, häufig unter weiteren Misshandlungen, in der Politischen Abteilung verhört. Ab 1942 blieben Neuankömmlinge meist einige Tage in Quarantäne.

Schwarz-weiß-Zeichnung eines Abendappells im Stammlager des KZ Neuengamme. Vorne links stehen zwei SS-Männer in Uniform einander gegenüber, mit ihren Händen in den Jackentaschen. In der Bildmitte stehen unzählige Häftlinge in Häftlingskleidung aufgereiht. Im Vordergrund sind zwei Pfützen abgebildet und im Hintergrund werden acht kleinere Baracken und ganz rechts hinten ein größeres Haus angedeutet. Der Himmel ist tiefschwarz.
Vertiefendes Material zum Thema in der Lernwerkstatt Ankunft und Aufnahme ins Lager
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