Vernichtung und Tod

Im KZ Neuengamme starben die meisten Häftlinge durch Hunger und Kälte, mangelhafte Unterbringung und Hygiene, Misshandlungen und überanstrengende Arbeit. 1942 führte die SS im Lager öffentliche Erhängungen als Strafe ein. Auch Polizei und Justiz nutzten das KZ als Hinrichtungsstätte. Die Toten wurden, nachdem ihnen das Zahngold entnommen worden war, in der Regel verbrannt. Anfangs geschah dies im städtischen Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof, ab 1942 verfügte das KZ Neuengamme über ein eigenes Krematorium. Verwandte der Verstorbenen konnten gegen eine Gebühr Urnen erhalten, die angeblich die Asche der Toten enthielten.

Schwarz-Weiß-Foto zweier leerer Krematoriumsöfen in einem großen, hellen Raum.
Öfen des Krematoriums im Mai 1945. Die französische Beschriftung „Neuengamme“ und „Four Crématoires“ wurde mit Kreide auf der Ummantelung der Öfen angebracht. (Foto: ANg)
Sterben und Hinrichtungen

KZ-Gefangene wurden erschlagen, ertränkt, erhängt, erschossen, durch Giftgas getötet und auf bestialische Weise zu Tode gequält. Sie verhungerten und gingen durch ungenügende Kleidung, Unterbringung und Hygiene, durch Fehlen von Medikamenten und ärztlicher Hilfe, durch überanstrengende Arbeit und fortgesetzte Misshandlungen und Schikanen zugrunde.

virtuelle Ausstellungen

Die Hauptausstellung „Zeitspuren“ sowie die übrigen Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme stehen auch in der Mediathek digital zur Verfügung.

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Kontakt

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