Von Kolin nach Jerusalem: Erinnerungen
Am 13. Juni 1942 wurden – als Vergeltungsmaßnahme der Nazis für das Attentat auf Reinhard Heydrich – die letzten der insgesamt 750 Juden der böhmischen Stadt Kolin nach Theresienstadt deportiert. Darunter die damals 15jährige Hana Greenfield und ihre Familie. Bei der späteren Deportation nach Auschwitz wird Hana von ihrer Familie getrennt. 1944 wird sie als eine der wenigen, die Auschwitz lebend verlassen, zusammen mit 500 anderen Häftlingen zu Aufräum- und Fabrikarbeiten in Hamburg von der SS ausgesucht. Anfang 1945 wurden die Häftlinge ins KZ Bergen-Belsen deportiert, wo Hana am 15. April die Befreiung erlebte. Über London kann sie schließlich nach Israel emigrieren. Von dort aus reist sie Jahre später an die Orte ihrer Vergangenheit. Hana Greenfield lässt in ihren Erinnerungen ein dichtes Bild der grausamen Realität einer Jugend in Konzentrationslagern entstehen. Zeichnungen von Häftlingen, Briefe, Dokumente und Fotos liefern weitere Zeugnisse.