Erwin Geschonneck
Biographie von Erwin Geschonneck, geboren am 27.12.1906 in Bartenstein/Ostpreußen. Geschonneck trat 1929 der KPD bei und setzte seine schauspielerischen Fähigkeiten auch bei der politischen Arbeit ein. Im August 1933 verließ er Deutschland und ging nach Polen. 1934 schlug er sich nach Moskau durch, wo er mit emigirierten Schauspielern ein deutsches Theater gründen wollte. Nach seiner Ausweisung aus der UdSSR ging er nach Prag und wurde dort nach dem Einmarsch der deutschen Truppen am 31. März 1939 von der SS bei dem Versuch verhaftet, über Polen nach London zu fliehen. Nach einer kurzen Inhaftierung im Untersuchungsgefängnis Troppau kam er ins Polizeipräsidium am Alexanderplatz in Berlin und von dort ins KZ Sachsenhausen. Hier wurde ihm erlaubt Kulturveranstaltungen durchzuführen. Im März 1940 kam er auf einem Invalidentransport in das KZ Dachau und im Oktober 1944 ins KZ Neuengamme, wo er sich am kulturellen Programm der Häftlinge beteiligte. Bei der Evakuierung des Lager im April 1945 kam Geschonneck auf die "Cap Arcona" und überlebte als einer der wenigen die Versenkung des Schiffes. Nach 1945 nahm er seinen Beruf als Schauspieler wieder auf. Er entschied sich Mitte der fünfziger Jahre für ein Leben in der DDR und arbeitete fortan für die DEFA und partiell auch für das Ministerium für Staatssicherheit.
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