Hunger und Ernährung
Die Themenmappe der Ausstellung „Zeitspuren“ beschreibt die katastrophale Versorgungslage der Häftlinge. Hunger war für die Häftlinge im KZ Neuengamme allgegenwärtig. Die Häftlinge erhielten drei Mahlzeiten am Tag. Morgens war es nur eine Art „Kaffee“ oder eine dünne Suppe. Das Mittagessen, für das sich die Häftlinge in langen Schlangen an Kesseln anstellen mussten, bestand aus einer wässrigen Suppe mit Steckrüben oder Kohl und ein wenig Fett oder Kartoffeln. Nach dem oft stundenlangen Abendappell erhielten die Häftlinge ihre Brotration, dazu etwas Margarine, Käse, Wurst oder gelegentlich auch Marmelade. Bereits 1940 war das Essen kaum ausreichend. Es wurden zu wenige und minderwertige Lebensmittel zugeteilt und die SS bediente sich zusätzlich aus der Küche der Häftlinge. Durch die Unterernährung, den Mangel an Fett, Eiweiß und Vitaminen und die harte Arbeit wurden die Häftlinge schnell kraftlos und apathisch und viele starben an Entkräftung und Krankheiten.
PDF-Dokument anzeigen