Rathausausstellung 2017 – Tafel 23: Der Prozess zum "Jugendschutzlager" Uckermark
Tafel 23 der Rathausausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse. Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“. Das Reichpolizeikriminalamt richtete 1942 das „Jugendschutzlager“ Uckermark ein. Rund 1.200 Mädchen und junge Frauen waren dort inhaftiert. Ab Januar 1945 diente ein Teil des Lagers als Sterbe- und Tötungslager des Frauen-KZ Ravensbrück. Die SS ermordete dort etwa 5.000 nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge durch gezielte Unterversorgung, mit Giftinjektionen und Schlafmitteln oder wählte sie für den Transport in die Gaskammer des KZ Ravensbrück aus. Im dritten Ravensbrück-Prozess standen im April 1948 die Leiterin des „Jugendschutzlagers“ Lotte Toberentz, ihre Stellvertreterin Johanna Brach, die Leiterin des Sterbelagers Ruth Closius, verwitwete Neudeck, sowie zwei ihr unterstellte Aufseherinnen vor Gericht.
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