Rathausausstellung 2026 - Tafel 09: Anknüpfen und anbiedern | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 09: Establishing relations and currying favour
Das Beispiel Museum für Hamburgische Geschichte Die Ausstellungen der Hamburger Museen legten von jeher einen Schwerpunkt auf die Geschichte Norddeutschlands und der Hafenstadt Hamburg. Dies konnten sie ab 1933 gut mit der Betonung der »Heimat« in der NS-Ideologie verbinden. Die zwei größten Neuerungen im Museum für Hamburgische Geschichte (MHG) während der NS-Zeit – die Eröffnung einer Schifffahrtsabteilung und der Einbau von althamburgischen Bauernstuben – waren bereits seit der Museumsgründung vorgesehen. Alle Museen arbeiteten eng mit NS-Organisationen, teils auch mit der SA und der SS, zusammen. Sie präsentierten deren Ausstellungen und stellten ihnen Museumsräume für Veranstaltungen zur Verfügung. Sachverständige der Museen beteiligten sich auch am Raub von Wertgegenständen aus jüdischem Besitz.
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