Rathausausstellung 2026 - Tafel 10: Nationalsozialistische Eingriffe in die Arbeit der Museen | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 10: Interference by the Nazi regime in museums’ day-to-day business
Das Beispiel Altonaer Museum Die starke Heimatverbundenheit der norddeutschen Museen schützte sie nicht vor staatlichen Eingriffen. Nationalsozialistische Behörden nahmen Einfluss auf die Personalpolitik der Museen sowie auf die Inhalte ihrer Ausstellungen und Sammlungen. 1933 musste das Altonaer Museum einen »jüdischen Kultraum« aus seiner Dauerausstellung entfernen. Ab 1935 waren Kunst- und Kunstgewerbeausstellungen nur noch mit Genehmigung durch die Reichskulturkammer möglich. Bei der Präsentation von Propagandaausstellungen betätigten sich die Museen als Dienstleister des NS-Regimes. So zeigten 1941/42 sowohl das Museum für Hamburgische Geschichte als auch das Altonaer Museum die Ausstellung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda »Deutschlands Kampf um seine Weltgeltung«.
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