Rathausausstellung 2026 - Tafel 11: »Rassenkunde« im Museum | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 11: Race Theory in museums
Das Beispiel Museum für Völkerkunde Museen für »Völkerkunde« beschäftigten sich im Kaiserreich mit »fremden« Kulturen und »Völkern«. Kunst- und Alltagsgegenstände aus den Kolonien sollten Einblick in das dortige Kulturleben geben und zugleich eine europäische Überlegenheit beweisen. Zunehmend wurde die koloniale Herrschaft auch mit Annahmen über »Menschenrassen« begründet. Das Hamburger Museum für Völkerkunde richtete 1917 eine Anthropologische Abteilung ein. Die Leitung übernahm 1924 Walter Scheidt. Er gehörte zu den führenden Vertretern einer deutschen »Rassenkunde«. 1933 wurde Scheidt von der Universität Hamburg zum Professor für »Rassen- und Kulturbiologie« ernannt. Sein »Rassenbiologisches Institut« blieb bis 1943 in den Räumen des Museums. Er führte es bis 1965 als »Institut für Anthropologie« weiter.
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