Rathausausstellung 2026 - Tafel 12: Kult um germanische »Ahnen« | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 12: The cult of Germanic ancestors
Die museale Archäologie im Nationalsozialismus Das NS-Regime förderte die vor- und frühgeschichtliche Archäologie. Prähistorische Funde sollten die Überlegenheit der »arischen Rasse« und die »germanische Kulturhöhe« belegen. Der Hamburger Archäologe Prof. Dr. Walter Matthes war ein führender Vertreter des völkischen Germanenkults. Das SA-Mitglied leitete seit 1934 die prähistorische Abteilung des Völkerkundemuseums sowie das neu gegründete Institut für Vorgeschichte und germanische Frühgeschichte an der Universität Hamburg. Zusammen mit der Hamburger Kulturverwaltung versuchte er, im ehemaligen Logenhaus in der -Moorweidenstraße ein eigenes Museum für Vor- und Frühgeschichte einzurichten. Das große Projekt scheiterte. Das Gebäude wurde u.a. als Sammelstelle für Deportationen genutzt.
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