Rathausausstellung 2026 - Tafel 15: Kunststudium im Nationalsozialismus | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 15: Studying Art during the Nazi era
Das Beispiel Hochschule für Bildende Künste Hamburg Die damalige Landeskunstschule war Ende der 1920er-Jahre für ihre Orientierung auf moderne Kunst überregional bekannt. Mit der Entlassung ihres Leiters Max Sauerlandt und fünf weiterer Lehrer begann 1933 der Umbau der Schule im Sinne des Nationalsozialismus. Der neue Direktor Paul Fliether, ein überzeugter Nationalsozialist, richtete die Schule im Dienst völkischer Ideale auf Handwerk und Architektur mit einem Fokus auf Heimatstil, Tradition und Germanentum aus. Er kooperierte mit dem Architekten Konstanty Gutschow, der mit der Umgestaltung Hamburgs zur »Führerstadt« beauftragt war. Studierende gestalteten Senatorenzimmer im Rathaus mit Lebensbäumen, germanischen Runen und Hakenkreuzen. Nur wenige Studierende und Lehrende bewahrten Räume für kritischen Austausch.
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