Rathausausstellung 2026 - Tafel 31: Neuausrichtung in kleinen Schritten | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 31: Restructuring one step at a time
Die Hamburger Kulturverwaltung ab 1945 Im Juni 1945 setzte die britische Militärregierung den Notar Hans Harder Biermann-Ratjen als Hamburger Kultursenator ein. In der Kulturverwaltung – ab 1947 Kulturbehörde – blieben nach Kriegsende nur zwei Mitarbeiter im Amt. Auch die Leitungen der Theater und der Kunstmuseen in Hamburg wurden neu besetzt. Die nun gegebene politische Freiheit führte zu einem Wiederaufleben der Kultur, insbesondere von Kino und Radio. Doch verfügte die Kulturverwaltung in der wirtschaftlichen Not der Nachkriegsjahre nur über geringe Mittel und hatte damit wenig Handlungsspielraum. Auch inhaltlich fehlte es an Orientierung: »Volkskunst« war NS-belastet, die moderne Kunst verdrängt. Daher versuchte die Kulturpolitik, Vielfalt, junge Talente und humanistische Werte zu fördern.
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