Rathausausstellung 2026 - Tafel 28: Kunstraub und Kampfmoral | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 28: Art theft and battle spirit
Die Beteiligung von Kulturakteur*innen an NS-Verbrechen Kunstsachverständige aus Hamburger Museen halfen bei der Beraubung der jüdischen Bevölkerung. Sie begutachteten Kunstgegenstände in den Privatwohnungen jüdischer Emigrant*innen und wählten bei »Judenauktionen« aus geraubtem Vermögen emigrierter oder deportierter Menschen wertvolle Stücke für ihre Häuser aus. Die Hamburger Kulturverwaltung stellte hierfür ab 1941 einen Sonderetat bereit. Auch in den von Deutschland besetzten Ländern beteiligten sich Hamburger Experten am Kunstraub. Hamburger Künstler*innen aus Theater und Musik traten in der Truppenbetreuung hinter der Front auf. Die mit dem Propagandaministerium abgestimmten Auftritte sollten Kampfmoral und Durchhaltewillen der deutschen Soldaten im Vernichtungskrieg stärken.
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