Carlheinz Rebstock

Carlheinz und Herta Rebstock – Ein junges Paar im kommunistischen Widerstand

Carlheinz Rebstock, ca. 1946.
Carlheinz Rebstock, ca. 1946. (Foto: Privatbesitz)

Biografie

Biografie von Carlheinz Rebstock

16. Januar 1917Carheinz Rebstock wird in Hamburg-Winterhude geboren. Seine Eltern Carl Hermann Julius Rebstock und seine Mutter Maria Clara Sophie Rebstock, geb. Schümann, führen die Gaststätte „Zur Bachquelle“. Seine ältere Schwester heißt Käthe. Carlheinz besucht die reformpädagogische Lichtwarkschule und macht anschließend eine Ausbildung zum Tischler.
11. Mai 1932Carlheinz Rebstock tritt in den Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) ein. Er organisiert u.a. Schulungen.
26. Juni 1934 –
19. Oktober 1934
und
7. Mai – 1. Juli 1936
Er verbringt nach zwei Verhaftungen wegen Widerstandstätigkeiten die „Schutzhaft“ im Konzentrationslager Fuhlsbüttel.
17. Januar 1935Carlheinz Rebstock wird wegen Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt und erhält nach Anrechnung von vier Monaten Haftzeit eine Bewährungsstrafe.
1. Juli 1936 –
4. Mai 1937
Er wird im Untersuchungsgefängnis Hamburg festgehalten.
4. Mai 1937Er wird wegen fortgesetzter Vorbereitung zum Hochverrat verurteilt.
4. Mai 1937 –
14. November 1940
Carlheinz Rebstock verbringt eine Haftstrafe in den Jugendstrafanstalten Hahnöfersand und Glasmoor.
Er besucht die Abendschule mit dem Ziel, Bauingenieur zu werden.
29. August 1941Carlheinz Rebstock heiratet Herta Winzer, die er in einer Gruppe des Kommunistischen Jugendverbands Deutschland (KJVD) kennengelernt hat. Die beiden ziehen nach der Ausbombung ihrer Wohnung zu Hertas älterer Schwester nach Wellingsbüttel.
17. August 1943Geburt der Tochter Susanne in Süderbrarup (Schleswig-Holstein).
25. September 1943Tochter Susanne stirbt aufgrund angeborener Behinderungen.
August 1944Carlheinz Rebstock wird in das Strafbataillon 999 eingezogen. „Wehrunwürdige“ Männer, vor allem solche aus dem Widerstand, wurden auf diese Weise noch zum Kriegseinsatz gezwungen.
27. September 1944Er wird in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert und nach zehn Tagen wieder entlassen.
Nach 1945Carlheinz Rebstock setzt seine Arbeit für die KPD fort. Er arbeitet zwischenzeitlich als Redakteur der kommunistischen „Hamburger Volkszeitung“. Später bekommt er als Architekt eine gute Anstellung bei einer Tochterfirma der „Neuen Heimat“. Ende der 1960er Jahre verlässt er das Unternehmen. Er arbeitet fortan als selbstständiger Architekt.
29. Juni 1986Carlheinz Rebstock stirbt.

Aufgaben 1

1.1.
Wie oft wurde Carlheinz Rebstock während des Nationalsozialismus verhaftet? Warum?



1.2.
Nenne drei Orte, an denen Carlheinz Rebstock mit anti-nationalsozialistischen Ideen in Kontakt kam.



1.3.
Erkläre anhand von Carlheinz Rebstocks Geschichte, was „Vorbereitung zum Hochverrat“ im Nationalsozialismus bedeutete.



1.4.
Was erfährst Du am Beispiel des Café Kautzers über die Café- und Kneipenkultur der frühen 1930er Jahre?



Karte Rebstock

Lebensweg von Carlheinz und Herta Rebstock in einer interaktiven Karte

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virtuelle Ausstellungen

Die Hauptausstellung „Zeitspuren“ sowie die übrigen Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme stehen auch in der Mediathek digital zur Verfügung.

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