Hans Ferdinand Kirsten
Ein Hamburger Kaufmann: ausgestoßen, verfolgt und ermordet
Biografie
Biografie von Hans Ferdinand Kirsten
| 20. Dezember 1868 | Hans Ferdinand Kirsten wird in Hamburg als eines von fünf Kindern in eine in der Stadt bekannte Kaufmannsfamilie geboren. Sein Vater ist von Beruf Reeder und Schiffsmakler. |
| 1880er / 1890er Jahre | Hans Kirsten macht eine kaufmännische Ausbildung. Er arbeitet viel im Ausland und reist ausgiebig durch Nord- und Südamerika. |
| 1895 bis 1925 | 1895 tritt Hans Kirsten in die Familienfirma ein und wird ab 1900 Partner. 1925 scheidet er nach Fehlspekulationen aus der Firma aus. |
| November 1935 – Juli 1936 | Im November 1935 wird Hans Kirsten, nach einer Denunziation durch einen Nachbarn, verhaftet und mehrere Monate inhaftiert. Es folgt eine erste Einweisung in die Heil- und Pflegeanstalt. |
| 29. Juli 1936 | Aufgrund einer weiteren Denunziation verhaftet die Polizei Hans Kirsten erneut. Bis zum 30.4.1937 verbüßt er eine einjährige Gefängnisstrafe im Gefängnis Bergedorf. |
| 1938 | Nach der Zwangsversteigerung seiner Immobilien zieht Hans Kirsten in die Hasselbrookstraße 23 in Hamburg-Eilbek. |
| 1939 – 1940 | Am 14.4.1939 verhaftet die Polizei Hans Kirsten wiederholt, und er wird am 11.1.1940 nach §175 RStGB zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnisstrafe verurteilt. Am 20.1.1940 wird Hans Kirsten zwangssterilisiert. |
| 1942 – 1943 | Nach Verbüßen der Haftstrafe wird Hans Kirsten in die Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn verlegt. Laut Patientenakte wird bei ihm im Januar 1943 eine Lungenentzündung diagnostiziert. |
| 24. Februar 1943 | Um 22 Uhr stirbt Hans Kirsten in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn. |
| 4. März 1943 | Hans Kirsten wird auf der Familiengrabstätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. |
| 2008 | Verlegung eines Stolpersteins vor der Hasselbrookstraße 23 |
| 2018 | Eine Urenkelin eines Bruders von Hans Kirsten wird auf den Stolperstein von 2008 aufmerksam gemacht, und sie beginnt mit ihren Recherchen zu Hans Kirsten. |
Aufgaben 5