Rathausausstellung 2026 - Tafel 04: Kultur unter Verwaltung | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 04: State-sanctioned culture
Die Schaffung der Hamburger Kulturbehörde im Nationalsozialismus Im Oktober 1933 stellte der NS-Senat in Hamburg mit der »Behörde für kirchliche und Kunstangelegenheiten« den Kulturbereich erstmals unter staatliche Verwaltung. Als Kultursenator stand Wilhelm von Allwörden fünf Beamten und einem Dutzend Angestellten vor. Die Behörde betrieb die Entlassung politisch missliebiger Museumsdirektoren und Theaterintendanten. Auseinandersetzungen um die Klassische Moderne führten zu einer Umstrukturierung der Kulturverwaltung. Nach dem Groß-Hamburg-Gesetz wurde die Kulturverwaltung 1938 unter der Leitung von Dr. Hellmuth Becker als »Verwaltung für Kunst- und Kulturangelegenheiten« (VKK) nochmals neu aufgebaut. Sie verfügte über einen Etat von 7 Millionen Reichsmark. Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges kam ihr besonders die Aufgabe zu, Bevölkerung und Soldaten zur Förderung der Kriegsbereitschaft kulturell zu betreuen.
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