Rathausausstellung 2026 - Tafel 27: Hugo Franz | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 27: Hugo Franz

Ein Musiker überlebt den Porajmos Hugo Franz (1913-2001) machte in Dresden Abitur. Unter dem NS-Regime blieb ihm als Sinto sein Wunschstudium Jura verwehrt. Er studierte Geige an einer Orchesterschule und gründete ein Unterhaltungsorchester, das in Hamburg und im Hamburger Umland auftrat. Nach dem »Festsetzungserlass«, der Sinti*ze und Rom*nja das Verlassen ihres Wohnortes verbot, löste Hugo Franz sein Orchester auf und arbeitete auf der Werft Blohm & Voss in Hamburg. 1942 wurde er verhaftet und über das KZ Sachsenhausen in das KZ Groß Rosen gebracht. Er überlebte den Porajmos, den Völkermord an den Sinti*ze und Rom*nja. Seine Eltern und seine Schwägerin mit ihren sieben Kindern wurden im KZ Auschwitz-Birkenau ermordet. 1982 gründete Hugo Franz den Landesverband Nordrhein-Westfalen des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, den er bis 1998 leitete.


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Art des Mediums:
Sammlung
Format:
Digitales Medium
Sprache:
Deutsch, Englisch
Autor:
Gisela Ewe, Sophia Annweiler, Lennart Onken, Alyn Šišić
Herausgeber:
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte
Veröffentlicht:
Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte
Erscheinungsjahr:
2026
Rechtliche Bedingungen:
alle Rechte vorbehalten



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