Rathausausstellung 2026 - Tafel 17: Antisemitismus und Verfolgung von Künstler*innen | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 17: Antisemitism and the persecution of artists
Das Beispiel Hamburgische Staatsoper Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden bis 1935 nahezu alle jüdischen Ensemblemitglieder und Angestellten der Hamburger Theater und Museen entlassen. Doch schon zuvor hatte die NSDAP antisemitische Hetzkampagnen etwa gegen den Intendanten der Staatsoper Leopold Sachse und den Generalmusikmeister Egon Pollak betrieben. Sie wurden nicht nur wegen ihrer jüdischen Herkunft, sondern auch wegen ihres modernen Spielplans angefeindet. Neben jüdischen Angestellten traf die nationalsozialistische Verfolgung in Hamburg auch politische Gegner*innen und queere Menschen. So wurde 1937 der an der Oper wirkende Tenor Hans Grahl wegen »homosexueller Neigungen« sechs Monate inhaftiert. Nach seiner Freilassung ging er nach Prag
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