Rathausausstellung 2026 - Tafel 22: Filme als Unterhaltung und als Propaganda | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 22: Film as entertainment and propaganda
Kino im nationalsozialistischen Hamburg Das äußerst populäre neue Medium Film war im Nationalsozialismus ein wirkungsvolles Propagandainstrument. 1937 gab es 104 Kinos in Hamburg, darunter viele aus ehemals jüdischem Besitz. Ab 1933 waren Tätigkeiten beim Film und im Kino nur noch mit Erlaubnis der Reichsfilmkammer möglich. Im Vorprogramm der Kinos liefen »Wochenschauen« mit einem zensierten Nachrichtenüberblick. Spielfilme unterlagen reichsweit ebenfalls der Zensur, die in Hamburg von der Gaufilmstelle ausgeübt wurde. Da die Filme der NS-Ideologie nicht widersprechen durften, vermittelten viele Unterhaltungsfilme verschleiert nationalsozialistische Inhalte. Rund ein Zehntel aller Filme waren staatlich in Auftrag gegebene Propagandafilme, in denen Unterhaltung politischer Beeinflussung diente.
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