Rathausausstellung 2026 - Tafel 32: Aufbruch und Stillstand | Town-hall Exhibition 2026 - Panel 32: A sense of both awakening and standstill
Kulturarbeit unter britischer Besatzung Die Kulturpolitik der britischen Besatzungsverwaltung zielte auf eine Umerziehung zur Demokratie. Dazu nutzte sie Kino und Rundfunk und förderte eine offene, vielfältige und internationale Kunst, Literatur und Musik. Auch die Theater wagten neue Inszenierungen. Das 1947 in den Hamburger Kammerspielen uraufgeführte Antikriegsstück »Draußen vor der Tür« von Wolfgang Borchert war prägend für die deutsche »Trümmerliteratur«. Viele Hamburger Kultureinrichtungen taten sich mit einem Neuanfang jedoch schwer. In dem von Kriegszerstörungen geprägten Alltag knüpften sie an ihre bisherigen Schwerpunkte an. Die auf personeller Ebene kaum veränderten Hamburger Museen blieben auf Bauerntum, Völkerkunde und Frühgeschichte ausgerichtet. Bei den Kunstmuseen gewann allerdings die in der NS-Zeit verfemte Kunst wieder an Bedeutung.
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